90 Minuten.
Seit Stunden höre ich die Trommeln und Tröten, die vom Stadion in mein Hotelzimmer dringen. Es ist Länderspieltag, Bénin gegen Mali, und ganz Cotonou steht Kopf - denn derzeit herrscht Fußballverbot.
Seit Stunden höre ich die Trommeln und Tröten, die vom Stadion in mein Hotelzimmer dringen. Es ist Länderspieltag, Bénin gegen Mali, und ganz Cotonou steht Kopf - denn derzeit herrscht Fußballverbot.
Die Wiesn ist ein Spielplatz, auf dem nicht alles erlaubt ist - wir sind ja schließlich noch in Bayern - aber trotzdem alles gemacht wird. Ein Mini-Kosmos, in dem man beim Eintreten für kurze Zeit alles vergessen kann, was außerhalb dessen passiert. Dafür braucht’s im Schnitt nur zwei Maß Bier.
Anmerkung: Den ersten Teil über meine Reise nach Bénin mit der Organisation OneDollarGlasses gibt es hier zu lesen.
Anmerkung: Ich habe 10 Tage lang die Organisation OneDollarGlasses in Bénin begleitet und aktiv mitgearbeitet. OneDollarGlasses entwickelt Brillen mit Materialkosten für weniger als 1 Dollar pro Stück, die von ansässigen Partnerorganisation in Entwicklungsländern langfristig selbst hergestellt und verkauft werden sollen.
Das Flugzeug fliegt über meinen Bildschirm. Du fliegst über meinen Bildschirm. Von Istanbul über Griechenland und das Mittelmeer nach Afrika, wieder ans Meer, an den Golf von Guinea. Endstation: Cotonou, Benin.
Da saßen wir. Schlossen ab und an die Augen, lächelten. Wir lehnten uns in unseren butterweichen Sesseln zurück und ich fragte mich, warum es überhaupt noch Barhocker gab, wenn man doch so lässig am Tresen sitzen konnte wie hier. Im Haus Hirt.