Und dann ist da noch Lissabon …

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Portugal hatte ich lange Zeit gar nicht auf dem Reiseschirm. Immer wieder hörte ich vom Surferparadies an der Algarve und als ich den Jakobsweg gelaufen bin, habe ich ein paar Leute kennengelernt, die sich direkt danach auf den Weg nach Porto machten.

Und obwohl ich irgendwie wusste, das mit Lissabon und mir könnte was werden, musste die Zeit erst dafür reif sein. Zu viel Platz nahmen europäische Städte wie Paris und Rom in meinem Herzen ein - doch dann kam Lissabon.

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Deswegen ist es wiedermal Zeit für einen Guide zum Glücklichsein. Denn bald ist Frühling und da eignen sich Städtetrips doch mit am besten!


Sightseeing:

Lissabon, im Gesamten betrachtet, ist Sightseeing an sich. Die vielen, steilen Straßen hoch und runter zu laufen, sich in den Gässchen von Alfamo verlieren - all das hat schon an sich einen gewissen Charme. Also einfach mal drauf loslaufen und für die Verschnaufpause im nächsten Café einen Bica (Espresso) trinken - und weiter geht’s!

  • Miradouros

Durch die steilen Straßen ergeben sich natürlich auch wunderschöne Aussichtspunkte. Manchmal tauchen sie nach der nächsten Kurve auf, sind klein und versteckt, manche von ihnen sind bekannt und ich habe sie direkt angesteuert. Vor allem hat mir der Miradouro Santa Luzia gefallen: Mega romantisch! Von hier stammen auch folgende Aufnahmen:

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  • Tram

Das, worum man in Lissabon nicht drumherum kommt: Mit der Tram fahren. Wer das auslässt, lässt in New York City auch das Empire State Building aus. Also rein die Tram 28 und einmal bis ans Ende fahren. Geht sowieso ziemlich schnell und ist ein tolles Erlebnis. Manche Straßen sind so eng, dass man kaum glaubt, dass die Tram hindurchpassen würde und streckt man seine Hand aus dem Fenster, kann man schon mal die Häuserwände berühren.

 

  • Casa do Alentejo

Wer auf Marokko mitsamt Orientfeeling steht, wird hier große Augen machen. Denn hinter den Türen des Casas befindet sich ein Innenhof, typisch aufgebaut wie ein Riad und mit Mosaikfließen verziert. In den oberen Stockweren findet man zwei Ballsäle mit verfallener Pracht. Im Restaurant kann man natürlich essen, habe ich auch gemacht, weil so hübsch.

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  • Kunst

Zu jeder coolen Stadt gehört coole Kunst, in meinem persönlichen Geschmacksfall Streetart. Und die lässt sich in Lissabon gut erkunden. Hier ein paar Appetithäppchen, die mich umgehauen haben. Mehr zu Lissabons Künstlern gibt es übrigens bei Mandy.

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  • Fado

Die Stadt am Tejo gilt als Zentrum des Fados, ein herzzerreissender Gesang. Das kleine Problem: Jeder will ihn hören und deshalb steht auch auf gefühlt jedem Schild vor jedem Restaurant „Heute Fado!“. Hier muss man einfach auf das Bauchgefühl hören, sich in den Gassen von Alfama verlieren und dort einkehren, wo es einen am meisten anspricht.

Essen und Trinken:

  • Pastéis de Bélem

Ganz ehrlich? Mich hauen die Puddingtörtchen nicht um und ich stehe sehr auf Süßkram. Also, wirklich sehr. Trotzdem gehört eine kurze Fahrt nach Bélem und das Einkehren in dieses schöne und ursprüngliche Traditionslokal dazu - allein schon deswegen, weil die ganze Stadt morgens dorthin fährt. Außerdem ist das hübsche Hieronymus Kloster nicht weit entfernt, in dessen Küche die Pastéis erfunden wurden.

  • Hamburgueria do Bairro

Zwar nicht typisch Portugiesisch, aber ich bin auf einen Burgerladen gestoßen, dessen Kreationen mich unglaublich glücklich gemacht haben! Tolle Auswahl an verschiedenen Burgern, natürlich auch fleischlos, und super leckere Knoblauchkartoffeln mit hausgemachten Dips. Yeah!

  • Café Brasileira

Genaus so ein Muss wie die Pastéis. Das Café ist ultra touristisch und trotzdem einer meiner Lieblingstipps. Ich finde, es ist reizend, und war mehrmals dort, um mich durch die Leckereien in der Auslage zu schlemmen. Hin da und Zeitreisen! Allerdings: Zeit sollte man mitbringen. Es ist immer voll und die Kellner sind meist überfordert.

  • Pensão Amor

Wie der Name schon sagt, dreht sich hier alles um Liebe. Vor allem Liebe zum Detail. Das Pensão Amor erstreckt sich über mehrere Stockwerke, ich war damals nur unten, wo schwere Sessel zum Entspannend verführen und durch Vintage-Lampen in warmes Licht getaucht werden. Die schwülstige Einrichtung erinnert an das frühere Bordell, das die Bar im späten 19. Jahrhundert mal war. Hier gibt es manchmal Livemusik und sogar ein Kino, im oberen Stockwerk werden passenderweise Tabledance-Kurse angeboten.

Shoppen:

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LX Factory: Fernab der Innenstadt gibt es einen angesagten Kulturkomplex mit Designerworkshops, richtig cooler Buchhandlung inklusive Café (Bücher bis zur Decke!) und Konzerten sowie Restaurants. Ich hab dort zwei Teile gekauft (ein Samtkleid, siehe links, und ein Kimono), beides Einzelteile, die sowohl erschwinglich waren, als auch von jungen Designer entworfen und hergestellt wurden.

 

 

 

Ich möchte ganz bald zurück nach Portugal, weil ich noch so wenig von diesem Land gesehen habe. Am liebsten nochmal ein paar Tage nach Lissabon, dann an die Algarve und an der Küste entlang nach Porto fahren.
Wer ebenfalls mit dem Gedanken spielt, kann sich mal bei Alltours umschauen, vielleicht ist da was dabei für den nächsten Portugaltrip.

 

 

 


 

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Dieser Artikel ist in Kooperation mit Alltours entstanden. Meine Meinung zu lovely Lissabon bleibt davon natürlich unberührt.

 

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