Gina hat irgendwann letzten Jahres meinen Blog gefunden und einen der Artikel glücklicherweise kommentiert. Daraufhin habe ich mir ihren Blog „Findungsphasen“ angeschaut und mich ganz schnell verguckt in ihre Detailverliebtheit, ihr lupenreines Englisch, ihre Wortgirlanden und wunderschönen Fotos.
„Gina, lass uns unbedingt im neuen Jahr zusammen Schabernack betreiben!“, habe ich ihr daraufhin geschrieben. Gesagt, getan. Da wir beide große Fans von Kaffeekränzchen mit Sojamilch und Cupcakes sind, gibt es ab jetzt unsere #Kaffeesätze: Wenn eine von uns etwas beschäftigt und unbedingt über eine Angelegenheit ihren Senf dazu geben möchte, dann tut sie das. In kurzer, prägnanter und grammatikalisch richtiger Form. Die Andere zieht nach, ob sie will oder nicht. Und trinkt dabei genüsslich ein Käffchen. Wir sprechen uns weder ab, noch wissen wir, welches Thema auf uns zukommt. Das Resultat sollen zwei kleine Kolumnen sein, auf die sowohl Leser als auch wir selbst gespannt sind. Damit ihr uns vorab ein bisschen beschnuppern und entscheiden könnt, ob ihr das verfolgen wollt oder nicht, haben wir uns gegenseitig interviewt.
Ginas Antworten auf meine Fragen könnt ihr hier lesen:
Gina! Wer bist du, woher kommst du und was machst du auf diesem Planeten?
Wenn ich das immer so genau wüsste. Mein Name ist Gina und ich bin 23 Jahre alt. Gebürtig stamme ich aus dem Bergischen Land, vor zwei Jahren verschlug es mich aber ins schöne Köln. Und obwohl ich da so schnell eigentlich auch nicht wieder weg will, verbringe ich derzeit ein Auslandssemester in Venedig, wo ich mein Kunstgeschichtsstudium mal so richtig auf die Probe stellen kann. In meiner freien Zeit bin ich natürlich stets schwer kreativ, fotografiere viel und blogge über alles, was mir so durch den Kopf geht, sei es Popkultur, Reiseimpressionen oder Gedankenströme.

Dein Blog nennt sich „Findungsphasen“, du schreibst aber hauptsächlich (wieder) auf Englisch. Warum?
Hach, da triffst du jetzt natürlich gleich einen wunden Punkt, denn die Frage der Blogsprache beschäftigt mich tatsächlich schon länger. Zum einen bin ich natürlich in der deutschen Sprache Zuhause, lese aber sehr viele englischsprachige Blogs und wollte die Möglichkeit haben, mich mit Menschen aus aller Welt zu vernetzen. In der Anfangsphase (und dann immer mal wieder 😉 ) wurde der Blog aber auf Deutsch geführt – daher auch der Name, der wie die Faust aufs Auge zu mir passt und deshalb bleibt. Mittlerweile bin ich wieder bei Englisch angekommen, was aber nicht heißt, dass nie deutsche Texte auf dem Blog zu finden sind.
Mit welchen fünf Adjektiven würdest du dein Wesen beschreiben?
Oooh, das ist schwer. Vielleicht: Wortverliebt. Menschenfreundlich. Suchend. Kaffeeenthusiastisch. Traumtänzerin. Verdammt, das letzte war kein Adjektiv! Gilt das trotzdem?
Du bist wie ich süchtig nach Cupcakes und Soja-Milch. Mal abgesehen von unseren gemeinsamen Sünden, habe ich mal gelesen, dass du dich auch schon als Veganer versucht hast. Stimmt das? Warum?
Ja, das stimmt. Letztes Jahr wagte ich das Experiment und stellte für einen kompletten Monat auf vegan um. Mittlerweile gibt es zwar wieder Milch und Käse für mich, langfristig würde ich aber gerne den kompletten Sprung wagen. Um nicht komplett auf Cupcakes verzichten zu müssen, habe ich auch schon das ein oder andere vegane Rezept ausprobiert. Denn jetzt mal ernsthaft, wie viele schreckliche Bilder aus Massentierhaltungen und medienwirksame Fleischskandale braucht es denn noch, bis wir Menschen verstehen, dass sich in unserer Einstellung zum Essen grundsätzlich etwas verändern muss?

Woran glaubst du?
An Sonnenaufgänge und an den Duft von frischem Kaffee. An großartige Momente und die richtigen Menschen, die einem währenddessen die Hand halten. An gute Gespräche bis in die Morgenstunden und auch mal ans früh ins Bett gehen. Ans Miteinander, weil nett sein total super ist. Und vor allem daran, dass alles gut wird, wenn man es zulässt. Dem Universum manchmal einfach zu vertrauen, da arbeite ich hart dran.
Dein Blog beherbergt wundervolle Fotos. Mit welchen Kameras, Filtern etc arbeitest du bzw. dein Freund?
Vielen Dank für die Blumen! Tatsächlich habe ich schon immer ganz gerne fotografiert, aber erst als ich meinen Fotografenfreund traf, lernte ich so nach und nach (wohl zwangsläufig) alles Mögliche über Kameramodelle, Isowerte und Belichtungszeiten. Ich selbst besitze eine Nikon D3100, möchte aber gerne noch dieses Jahr aufstocken. So oft es geht, klaue ich meinem Freund sowieso seine Canon 6D und ziehe damit los. Im Anschluss werden die Fotos dann in Photoshop oder Lightroom bearbeitet. Großartige (leider nicht ganz billige) Filter gibt es zum Beispiel von VSCO, es geistern aber auch viele Tipps und Tricks im Internet, die man mit ein paar Kniffen auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden kann.


Über welches Thema könntest du immer schreiben (dich aufregen, diskutieren etc.)
Derzeit dreht sich bei mir viel um die Frage „Wie will ich leben bzw. mein Leben gestalten?“. Und das schließt neben der Frage nach der Nachhaltigkeit (Stichpunkt: Ernährung) natürlich auch unterschiedlichste Lebensphilosophien mit ein. Ich begegne so vielen orientierungslosen jungen Leuten in meinem Alter, die irgendwas studieren und irgendwie leben, das macht mich kribbelig. Und weil ich selbst mitten in der „Findungsphase“ stecke, beschäftige ich mich in Texten natürlich sehr gerne damit. Zum Stichwort Aufregen: Ich kann dir aus dem Stehgreif einen viertelstündigen Monolog darüber halten, warum die „Drei Fragezeichen“ dem Team „TKKG“ haushoch überlegen sind. Aber Diskutieren geht generell immer gut – vor allem wenn vorher die eine oder andere Flasche Wein im Spiel war 😉
Danke, Gina!
Wen meine Antworten auf Ginas Fragen interessieren, der findet sie hier auf ihrem Blog. Schaut vorbei und lasst ihr gerne ein paar Worte da!
Unser erste #Kaffesätze-Runde beginnt demnächst! Wir freuen uns drauf!
