Ich stelle heute erneut ein Buch vor, allerdings - Trommelwirbel - mein eigenes.
Manche haben vielleicht schon mitbekommen, dass ich einige meiner Kolumnen als Buch veröffentlichen werde. Küchenphilosophien wurde an einige Verlage herausgeschickt und steckt derzeit bei einer guten Freundin im Lektorat. Diese Wartezeit nutze ich, um mein zweites Buch zu schreiben. Und ich bin total aufgeregt, weil es sich hier natürlich nicht um bereits niedergeschriebene Arbeit handelt, sondern um eine einzige Geschichte.
Manche von euch und meinen Freunden haben schon gefragt, worum es geht, aber das kann ich leider noch nicht bekannt geben. Nicht, weil ich auf große Geheimnisse stehe (ok, auch), aber auch in dieser Geschichte sind autobiografische Züge enthalten. Sehr viele sogar. Dazu kommt, dass ich sozusagen in Echtzeit schreibe, das heißt, ich schreibe einige Dinge nieder und flechte sie in die Geschichte ein, welche gerade eben beziehungsweise in der Zukunft passieren werden. Daher - und das macht es so spannend - weiß ich gar nicht genau, wie es weitergeht, abgesehen von einigen Eckpunkten. Es bleibt also auch für mich unglaublich spannend!
Hier zwei kleine Auszüge für diejenigen, die sich auf mein Buch freuen und meine Arbeit hoffentlich bis zur Veröffentlichung (und darüber hinaus) mitverfolgen. Und mittragen. Ihr seid unglaublich tolle Leser, das muss möchte ich hier mal sagen. Viele von euch kenne ich nicht persönlich und trotzdem sehe ich, wie ihr ein kleiner Teil meines virtuellen Zuhause werdet. Danke!
[...] Aber dieses postpubertäre Angstverhalten hat etwas Schönes geschaffen. Erst war da der Neid, dann der Trotz, dann die Trauer und Wut, von beiden letzteren Emotionen ist natürlich nach wie vor viel übrig, aber sie sind ganz gut verstaut und eingepackt im limbischen System. [...] Also. Ich habe mich hingesetzt und auf meinen Bauch gehört. Und der hat auf einmal ganz klar ausgesprochen, was ich schon längere Zeit irgendwie hörte und spürte, aber nicht richtig wahrnahm. Wie bei einem Déjà-vu. Man spürt es und irgendwie ist es auch da, aber sobald man die Finger danach ausstreckt, ist es wieder verflogen. Der Schleier über der Erinnerung bleibt. Und so ging es mir. Bis mein Bauch sagte: [...]
[...] “Nein.” Stille. “War das jetzt ein Witz?” “Nein.” Stille. Natürlich war es ein Witz. Aber das musste er ja nicht wissen. Noch nicht.[...]
Das Buch bedeutet großes Kino für mich. Nicht, weil ich es überragend finde und dieses literarische Werk an den Mann und an die Frau bringen will, sondern, weil man mit seiner Arbeit mitwächst, hineinwächst und über den eigenen Horizont hinaus. Quasi eine kostenlose Therapie, wenn man es so will. Und es macht so unglaublich viel Spaß!
