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Es ist ein ekliges Gefühl. Das mir die Wirbelsäule emporkriecht, als ich Freitagnacht an einer Pommesbude an der Warschauer Straße in Berlin stehe. Ich bin gerade damit beschäftigt, eine betrunkene Freundin dazu zu bringen, etwas zu essen, als auf dem Handy meiner anderen Freundin eine Nachrichtenmeldung aufploppt. Mit einem Inhalt, der Geschichte schreiben wird.

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anikreta
Großes KinoTexte

Freunde, es hat sich virtuell herumgesprochen, bevor auch nur einer morgens aus dem Fenster geschaut hat. Was für eine deprimierende Vorstellung, dass wir anscheinend erst auf das Display oder den Bildschirm glotzen, bevor uns interessiert, ob die Welt untergegangen ist und einen Blick aus dem Fenster wagen. Nun, ich kann euch beruhigen, sie ist lediglich in dieses angeblich romantische Kitsch-Winter-Wonderland-Alpina-Weiß getaucht. No need to worry also! Mal abgesehen davon, dass es ab jetzt nur noch bergab geht. Kleiner Scherz. Auch ich mag Weihnachten.

Doch bis die offizielle Weihnachtszeit angeht, vergehen noch ein paar Tage eines Herbstes, der irgendwo in einem Blätterhaufen immer noch verzweifelt nach seiner Identität sucht.
Wie dem auch sei. Ich bin kein Freund der in Graustufen gegliederten Matschzeit. Denn ja, es handelt sich hier nicht um eine weiße Pracht, sondern um dunkelgrau bis hellbraune Sülze am Straßenrand. Zumindest in der Stadt.

Bis der erste Advent vor der Tür steht, nach Adam Riese sind es noch zwei Tage, kommt hier meine Anleitung zur aktiven Winterhilfe, die in drei kecke und super moderne Punkte kategorisiert sowie einem aufsteigenden Budgetbarometer angeglichen ist.

  • Nicht zu Hause verkriechen, sonst neigt man zu schnell zur Winterdepression und irgendwie ist die nicht so sexy, wie ich mir immer versuche einzureden. Also, gesellt euch zusammen, beispielsweise zu einem Kochabend. Da gibt es weder eine Weihnachtsgans noch Glühwein, nein, da wird Kürbis geschnippelt und zubereitet, denn das ist das Sinnbild und die persönliche Muse des Herbstes, der goldenen Jahreszeit! Schmückt euch zusätzlich mit herbstlichen Blättern im güldenen Haar (sollte das herumliegende Laub mittlerweile durchgeweicht sein vom Möchtegern-Schnee, so gibt es diese sicherlich auch im Bastelbedarf. Dahingehend kenne ich mich aber nicht aus und verweise auf tolle DIY-Blogs!)

Alle Kinder stoppen vorm Abgrund, nur nicht Peter, der geht noch’n Meter.

Alle Kinder sitzen auf dem Stein, nur nicht Gunther, der liegt drunter.

  • Ich kann wärmstens (ja!) Die Schallplatte Fiesta in Acapulco empfehlen. Ein bisschen La Bamba gegen die freche Kälte! Ein Schmuckstück aus vergangenen Tagen (man munkelt, ich sei euphorisch darüber)! Die hat mich gestern durch den ganzen Tag gerettet, ach was, geshaked!

La Bamba!

  • Bucht einen Kurztrip in eine Stadt, die im Winter nach euren Bedürfnissen erträglich ist. Ich sage nur: Paris. Da kann es drei Monate durchregnen und die Stadt wird einfach noch nen Tick schöner. Weil sie es halt kann. Die Franzosen übrigens auch. Am besten fliegt oder fahrt ihr von Freitag bis Sonntag in ein Städtchen eurer Wahl, dann kommt ihr pünktlich zum Plätzchen backen wieder!
    PS: Souvenirs aus Übersee (oder so) kommen auch besser an, als die Socken vom Karstadt-Wühltisch. Just saying…

Für alle anderen, die anscheinend monatelang vor ihrem Facebook-Account sitzen und auf das Zeitfenster warten, um zu verkünden, dass es s-c-h-n-e-i-t… ja mei. Man hakt ja jedes Jahr auf euch herum und trotzdem schnallt ihr es nicht, dass niemand Interesse an einer Konversation über das brandneue Weltwunder hat. Möchte nun allerdings auch nicht die böse Hexe spielen. Ich halte mich raus und widme mich dann doch lieber meinen Bildern aus dem Kreta-Urlaub Anfang Oktober. Und ja, ich trage gerade ein Cocktailschirmchen im Haar, so what? – a la la la la bamba…

 

PS: wer hätte gedacht, dass dieser Beitrag München zu SO viel Sonnenschein innerhalb weniger Stunden verhilft! La Bamba für alle!