Stone Town – ein leises Jambo aus verwinkelten Gassen.

Dass seit dem 17. Jahrhundert die arabischen Einflüsse in Sansibar-Stadt dominieren, ist eine Tatsache, die ich erst nach meinem Besuch las, die aber vorher schon präsent war. Im Flair der Altstadt, in den Verzierungen der Paläste, im Glauben, der auf den Straßen sichtbar ist.

Mitten im Ramadan, dem Fastenmonat des Islam, streifte ich durch die heißen, staubigen Straßen von Stone Town, der Altstadt von Sansibar-Stadt. Und sie zog mich hinein, in ihre verwinkelten Gassen, die mich manchmal an die Medinas in Marokko erinnerten, in ihre geschmackvollen Souvenirläden, in Ateliers von Künstlern, Cafés und Restaurants. Es war ruhig hier, der Salzgeruch des Meeres lag in der Luft, genauso wie der Duft von Kardamom, von Nelken und Kaffee, nur ab und an fuhr ein Roller vorbei und ich hüpfte zur Seite, nur ab und an riefen Kinder Jambo! (Hallo!) und lächelten.
Die Häuser, aus Korallenstein gebaut. Der Name Stone Town lag nahe, und zauberte das Gefühl von Fernweh hervor, obwohl ich doch bereits so weit von Zuhause weg war.

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Nicht nur die Araber haben Fußabdrücke auf Sansibar hinterlassen, auch die Portugiesen und schließlich der Sultan von Oman, der in der Stadt seine Residenz errichtete und Stone Town zu dem machte, für was die Stadt so lange stand: Gewürzhandel und Sklaverei.

Stone Town, das gehört zweifelsohne zum UNESCO-Weltkulturerbe mit seine afrikanischen, arabischen und indischen Einflüssen. Trotz des Tourismus hatte ich genau hier in den Gassen oder oben auf den Dachterrassen das Gefühl, in einer authentischen Stadt zu stehen, die so viele verschiedene Einflüsse wie ein Schwamm aufgesaugt hat und seitdem in sich trägt. Stone Town war für mich romantisch, entspannt und friedlich. Vielleicht, weil die Ruhe des Ramadan so stark zu spüren war, vielleicht aber auch einfach nur, weil es eben Stone Town ist.

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♥ Restaurant: Abyssinian Maritim (fabelhafte, äthiopische Küche)

♥ Aussichtspunkt: Maru Maru Hotel (schönes Luxushotel, auf der Dachterrasse kann man essen&trinken oder einfach auch nur Fotos knipsen, siehe Bilder. Sehr entspannt)

♥ Kaffee: Im Serena Hotel gibt es sehr leckeren Cappuccino mit Sojamilch. Ansonsten fand ich das Stone Town Café sehr schön.

In Stone Town lässt sich kulturell viel erleben, beispielsweise der kulinarische Nachtmarkt, Prison Island mit Riesenschildkröten, das Fort. Ich habe mich einfach nur treiben lassen und nichts gebucht oder direkt angesteuert.

 

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3 comments

  • Hi Ani,
    ooohh wie wunderbar…ich war 2010 in Tansania/Sansibar und kann mich erinnern als wäre es gestern, als ich dort per Boot ankam…! Danke das du mir diesen Urlaub wieder in Erinnerung gerufen hast…ein Anstoß wieder einmal die alten Fotos auszupacken :-)!!!!
    LG Andrea

    • Ich war richtig aufgeregt, als ich mit der Fähre ankam und an Land ging. Freut mich, dass das deine Erinnerungen geweckt hat!

      Grüße,
      Anika

  • […] Lokale Souvenirs kaufen, die auf Sansibar hergestellt werden, da steht dann auch nicht made in China drauf wie bei größeren Basaren in Städten auf dem Festland oder teilweise sogar leider in Stone Town. […]

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