Brüssel zum Vernaschen: Eine Stadt, so lecker!

Fangen wir mal mit dem unangenehmen Teil an: Meine Reisefreundin und ich haben für die 48 Stunden, die wir in Brüssel verbrachten, das schlechteste Wetter ever erwischt. Gestartet mit grauem Himmel und Kälte, ging es über in Nieselregen, richtigen Regen, weniger Regen und am Ende gab es Sturmböen.
Kommen wir zu den angenehmen Nachrichten: Brüssel ist die Stadt, in der man das aushalten kann. Warum? Weil sich alles um Essen dreht! Und um Bier. Prost!

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Die Stadt und ich hatten keinen angenehmen Start. Um ehrlich zu sein, war abgesehen von dem angenehmen Flug nach Brüssel alles wiedermal chaotisch und ich habe erneut festgestellt, wie verloren ich sein kann, auch wenn ich einige Reisejahre auf dem Buckel habe.
Ewigkeiten nach der besten Möglichkeit gesucht, um in die Stadt zu kommen, dann an der falschen Busstation ausgestiegen, dann festgestellt, dass einige U-Bahn-Stationen aufgrund des EU-Gipfels geschlossen waren, erneut eine halbe Stunde auf den nächsten Bus gewartet (denn kein Taxi weit und breit), um dann rund zwei Stunden später als geplant im Ibis Hotel Saint-Catherine anzukommen. Oh mei oh mei, man kann sich auf einen Trip vorbereiten – oder eben nicht.

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Endlich angekommen war da noch die Sache mit dem Wetter und deshalb schlemmten sich meine Freundin und ich einfach durch die ganze Stadt. Ich war noch nie an einem Ort, wo Gassen (!) nach Waffeln mit Puderzucker (!) riechen, sich Macarons in den Shops bis unter die Altbaudecke stapeln und man ein so großes Herz für Bier hat, dass man es in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen perfektionieren muss. Und dann auch noch die Patisserien! An jeder Ecke mindestens eine zwei.

Da wird man zum absoluten Shopping-Fanatiker, da vergisst man sogar die geheimen Hot Spots, da will man einfach nur in den Cafés sitzen und den Menschen dabei zusehen, wie sie durch die Pfützen springen.

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Für eine Sache habe ich jedoch gerne den Teller zur Seite geschoben und mein Glas ausgetrunken: Den Comic Strip. Alleine schon aufgrund meiner Kindheitshelden Tim&Struppi, deren Geschichten der Belgier Hergé gezeichnet und geschrieben hat.

Über die ganze Stadt verteilt kann man die Kunstwerke entdecken und dabei richtig lässig und fast schon nebenbei die Stadt erkunden. Ich persönlich habe mich nie sonderlich für Comics interessiert, aber die Werke an den Fassaden in Brüssel sind wirklich ganz arg toll und wenn man plötzlich davor steht, ist der Aha-Effekt inklusive.
Jutta von 6 Grad Ost hat übrigens einen tollen Artikel darüber geschrieben, für alle, die dieses Wahrzeichen näher interessiert! Übrigens kann man für nur € 1,50 die dazugehörige Straßenkarte im Rathaus kaufen, auf der die einzelnen Stationen eingezeichnet sind und interessante Hintergrundfakten zu den Autoren und Zeichnern vermerkt sind.

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Was kann Brüssel außer Waffeln backen und Geschmacksrichtungen ins Bier kippen? Vor allem gute Laune machen. Die Belgier sind ein wahnsinnig nettes Völkchen. Unterschätzt also die Hauptstadt dieses kleinen Landes nicht, sondern denkt dran, wenn ihr wiedermal mit dem Finger über die Europakarte fahrt. Paris ist ein Evergreen und London sowieso, aber, nunja, ihr wisst es: Da gibt es so viel mehr zu entdecken.

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Das Ibis Hotel Saint-Catherine

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Der Guide zum Glücklichsein

Café: Aksum. Ein afrikanisches Café durch und durch. Hier gibt es garantiert keine Waffeln, dafür aber leckere Kuchen und Kaffeespezialitäten.

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Café/Bar: Brasserie Verschueren in St-Gilles. Sehr unaufgeregte Brasserie, wo Samstags junge Leute zusammensitzen und Bier trinken oder man für einen Espresso hält. Mochte ich sehr!

Macarons: Das Laduree ist ein richtiger Augenschmauß. Die Macarons stapeln sich hier bis zur Decke. Direkt am Grote Markt, ein Abstecher lohnt sich also in das Wunderland der Süßigkeiten.

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Shoppen: Die Galeries Royales Saint-Hubert ist wunderschön! Zum Flanieren oder zum Shoppen – einmal Hindurchlaufen ist Muss! Ansonsten durch die Stadt streifen. Es gibt überall kleine Läden, in denen man stöbern kann – Brüssel ist ja nicht besonders groß.

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Vegetarisch snacken: Mr. Falafel is the man! Der Name hält, was er verspricht. An der üppigen Salatbar bedienen und super leckere, frische Falafeln gibt es dann obendrauf. Preis-Leistungs-Verhältnis ist perfekt!

Bar: Monk! Ganz tolle Bar. Große Bierauswahl, tolles Publikum, super Musik! Ich habe die Biermarke eines Startups probiert, weiß aber leider nicht mehr den Namen. Mein absolutes Lieblingsbier ist übrigens das belgische Leffe brown.

St-Gilles: Ein Viertel, das mir mehrfach empfohlen wurde und auf den ersten Blick auch genau das versprach, was ich suchte. Abseits des Trubels der Ort, wo Künstler und junge Leute zusammenkommen, vollkommen relaxt, vollkommen authentisch. Aufgrund des schlechten Wetters machte es leider keinen Sinn, mich näher umzusehen, allerdings soll das Jugendstil-Viertel sehr sehenswert sein!


Ich wurde von AccorHotels auf diese Reise eingeladen. Meine Meinung bleibt davon natürlich unangetastet.

(Das Bierfoto ist von Valters Krontals (flickr) via CC2.0-Lizenz)

 

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2 comments

  • Ui, lieben Dank für die Erwähnung! Und ja, das Jugenstil-Viertel solltest du für deinen nächsten Besuch – dann bei schönem Wetter – einplanen! Mein Lieblingsbier ist übrigens Kirschbier (Kriek) auf Eis : ) Liebe Grüße, Jutta

    • Gerne, ich fand deinen Artikel sehr interessant!
      Und ans Kriek konnte ich mich noch vom Schüeraustausch her erinnern, das hab ich ebenfalls gleich wieder probiert 🙂
      Liebste Grüße!

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