Genève-Guide oder Warum ich mich in Genf verknallt habe!

Ich wusste, dass die Schweiz wunderschön ist. Ich wusste, dass ich als Kind dort öfter war. Ich wusste aber auch, dass es mich irgendwie nicht richtig hinzieht – bis ich über ein verlängertes Wochenende durch ein fast unerträglich heißes Genf gestolpert bin, was sich als eines der schönsten Wochenenden des bisherigen Jahres herausstellte.

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Und genau deswegen ist dieser Artikel mein Credo in puncto Ausbrechen aus dem Alltag. Denn das mit Genf, das kam so:

Vor zwei Wochen saß ich zuhause, das war die Zeit vor der Hitzewelle, falls sich überhaupt noch jemand daran erinnert. Es hatte kühle 15 Grad Außentemperatur, doch ich zerfloss im Fernwehmitleid. Also dümpelte ich schlichtweg durch meinen Alltag, wie das eben so ist, wenn die Sonne nicht auf der Nasenspitze kitzelt und das Trüffeleis der italienischen Mutti ums Eck nicht in die Jahreszeit passt. Oder die Jahreszeit nicht ins Eis.

Die Einladung in die Schweiz kam also zum richtigen Zeitpunkt. Bei den Fotos von Genf dachte ich mir, hey, wie hübsch das ist!, und als mir Google verriet, dass sich der Hochsommer auf dem Weg nach Deutschland in der französischen Schweiz verirrt hat, packte ich schnurstracks meinen Koffer.

Und, was soll ich sagen? Abgesehen von meinen folgenden Tipps, die hoffentlich zeigen, was für eine schöne Stadt ich da besuchen konnte, habe ich einmal mehr gespürt, dass Spontanität einer der Schlüssel zum Glücklichsein ist. Der Kurztrip hat mich herausgerissen aus dem Alltag, die gut gelaunten Menschen, die ich kennengelernt habe, steckten mich mit ihrem Lachen an und die Stadt an sich hat mich mit ihrer ausgeprägten Work-Life-Balance komplett überzeugt.

Nur einen Haken hat die Sache, ihr ahnt ihn sicherlich bereits: Dieses Land ist so irrsinnig teuer. Aber: Es lohnt sich. Glaubt mir, ich habe es ausprobiert.

Ein Kurztrip nach Genf, an einem heißen Wochenende, als der Asphalt flirrte, der Mont Blanc klar zu sehen war und kühle Cocktails trockene Kehlen hinuntergeflossen sind.

1. Der Jet d’eau, das Wahrzeichen der Stadt

Um Punkt 9:00 Uhr wird er angeschaltet, es lohnt sich daher, zumindest ein Mal früh aufzustehen, um zuzuschauen, wie das Wasser nach oben schießt, sich dann langsam immer stärker ausbreitet und dabei hübsche Regenbogen entstehen. Vorsicht: Je mehr du dich näherst, desto nasser wird die Angelegenheit natürlich. Ganz vorne wirst du richtig geduscht, das hält Kamera und Co. nicht aus.

 

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2. Mittagessen und Faulenzen im Cottage Café (Rue Adhémar-Fabri 7)

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3. Streifzug durch die Altstadt
Ein kleines Fleckchen Paris mitten in der Schweiz. Besonders angetan haben es mir die schönen Häuser und das Café La Clémence, in dem ich saß und versuchte, so französisch zu wirken, wie alle anderen um mich herum.

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4. Auf der längsten Holzbank der Welt Platz nehmen und im Schatten der Bäume ausruhen (Rue de la Croix-Rouge)

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5. Das Quartier des Bains erkunden, das kleine SoHo von Genf

Die New York Times sagt zu dem hippen Viertel Folgendes:

(…) this unexpectedly hip gallery- and museum-stodded neighborhood (…) has emerged as one of the liveliest and most innovative contemporary art districts in Europe.

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Yes. Deswegen ist dort auch beispielsweise das Mamco Museum (Rue des Vieux-Grenadiers 10) zu finden und das süße Birdie – ein Mekka für alle Kaffeefans der feinen Sorte. Unbedingt hier einen Stopp einlegen (Rue des Bains 40), denn das Birdie ist ganz bezaubernd und der Kaffee schmeckt genau deswegen so gut, weil die Menge einer Kanne ungefähr 40 Minuten braucht, um fertig gebrüht zu sein. Durch diese lange Zeit und spezielle Technik entstehen kaum Bitterstoffe im heißgeliebten Getränk.

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Und weil wir uns im Art District befinden, habe ich mir mal erklären lassen, wie das so funktioniert mit den schönen Milchmustern. Fazit: Nicht einfach. Ich hatte aber großes Anfängerglück, siehe hier.

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6. Zum Sonnenuntergang geht’s hier entlang: Tropical Corner (quai de Cologny 5).
Genau das, was mir in München richtig fehlt. Ein großes Get-together mit Musik, Essen, Aktivitätsmöglichkeiten (Stand-Up-Paddle) und Drinks.

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7. Und zu guter Letzt, ein most-favorite Tipp: Les Halles de l’Ile (Place de l’Ile 1)

Brunchen, als gäbe es keinen Morgen. Hier kannst du neben Bulgursalat sogar Crème brûlée zum Frühstück auswählen. Waffeleisen stehen ebenfalls bereit. Weißte Bescheid.

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Oh Genève, merci beaucoup!

 

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Vielen Dank für die Einladung an Geneva Tourism, We like travel und die wunderbaren Blogkollegen, die diesen Trip unvergesslich schön gestaltet haben. Meine Ansichten sind selbstverständlich meine eigenen.

 

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2 comments

  • Das sieht super aus. Kann ganz gut verstehen, warum du dich in die Stadt verliebt hast. Mir geht es genauso mit Kastelruth *.* Es ist einfach unglaublich dort. LG

  • wow, tolle Bilder 🙂
    Freut mich, dass dir die Genfer Stadt gefallen hat

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