Take a lover, call him Paris.

Aux Champs-Élysées
Aux Champs-Élysées
Au soleil, sous la pluie
À midi ou à minuit
Il y a tout ce que vous voulez
Aux Champs-Élysées …

An einen Ort mehrmals zurückzukehren ist der größte Liebesbeweis, den ein Ort erwarten kann.

Ich mache das mit New York. Rom auch. Zur Kaffeeplantage Campo Amor möchte ich ebenfalls einmal zurück. Doch Paris ist die Stadt, in die ich mittlerweile vier Mal zurückgekehrt bin.

Entweder trieb mich etwas dort hin, oder jemand zog mich hin und dann wieder weg. Aber immer war ich wieder da, und immer waren wir ein bisschen anders. Paris und ich, wir funktionieren, vielleicht vor allem, weil es nicht immer glückliche Tage waren, die wir teilten.

Dafür war die Sehnsucht und das Verlangen, sich zu sehen, immer da, schlief immer neben mir und hielt meine Hand, wenn ich versuchte, in all den anderen Städten das zu finden, wonach ich in Paris nicht einmal suchen musste.

Die Franzosen sind arrogant. Sie dürfen das auch, warum, das weiß ich nicht genau, aber ich komme seltsam klar damit. Wenn mir der Barkeeper sagt, er hätte keine Cola und kurze Zeit später einen Long Island Ice Tea mixt, dann bleibe ich ruhig und zerlege den Laden eben nicht. Ich denke mir, daran halten sie sich eben fest, wenn die ganze Welt sie wieder einmal auslacht, weil sie kein Englisch können. Viel schlimmer, nicht können wollen.
Die Stadt ist ein launisches Ding, aber ein verdammt schönes, und man muss einfach auf manches vorbereitet sein. Oder selbst der Arroganz den roten Teppich ausrollen. Wo, wenn nicht hier, erhobener Nase durch die Straßen flanieren? Wo, wenn nicht hier, in hohen Hacken den Espresso am Tresen hinunterkippen, wo, wenn nicht hier für ein paar Tage lang Kette rauchen und das Leben auf sich regnen zu lassen, während die Fassade von Sacré-Cœur in gleißendes Sonnenlicht eintaucht?

Paris darf alles und du darfst alles in Paris. Eins solltest du jedoch wissen: Über Paris wirst du nie hinwegkommen, wenn du einmal verliebt warst.

Die Stadt ist der Lover, den du immer wolltest, der deine Hand gehalten hat, und den du doch nie haben konntest.

Weil alle Paris lieben, aber Paris ist ein wählerischer Franzose mit Dreitagebart und zerschlissener Lederjacke, mit dunklen Wuschelhaaren und seltsam attraktiven Augenringen, die den Hang zur Dramatik verstärken. Ein Mann, der nur eine Sache ganz sicher weiß und sich nur zu einer einzigen Sache wahrhaftig bekennt: Paris.


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Mhmm, wo war ich und was kann ich empfehlen …?

(wie die meisten wissen, bin ich Vegetarierin, also erwartet hier keine Experimente bezüglich der französischen Küche. Diese Liste wird ständig aktualisiert.)

Cafés und Süßes

 

  • Soul Kitchen (leckeres Frühstück, umwerfendes Mittagessen. Für Veganer geeignet)
  • Aloha Café (Tolles Café, Co-Working-Place & Bowls. Für Veganer geeignet)
  • Vegan Folie (vegane Patisserie. Unglaublich lecker, keine Getränke, eher to-go)
  • Angelina (der Klassiker. Wunderschönes, schickes Paris-Ambiente, bekannt für seine Trinkschokolade)
  • DOSE – Dealer de café (Mandelmilch available, sogar Matcha Latte, WLAN, hip)

 

Essen

  • Hank (Vegane Burger. Sehr, sehr lecker, netter Service, sehr hipsteresque)
  • Midi 12 (ziemlich bekannt, weil umwerfend leckere Galette und Crepés!)
  • Die Falafelläden in Marais (Vor allem King Falafel. Wer denkt, er hat schon mal in Deutschland ne gute Falafel gegessen, hat keine Ahnung, bis er hier war)

 

Feiern

  • Le Perchoir (Dachterrasse, vollkommen gemischtes Publikum. Die Aussicht über die Stadt und auf Monmartre im Sonnenuntergang zahlt man hier mit, aber lohnt sich)
  • Pop in (dort habe ich es nicht hingeschafft, wurde aber von meiner Lieblingsfranzösinfreundin als ihr „persönliches Mekka“ beschrieben. Livekonzerte und Bar)
  • Le comptoir general (Bar, Shop, Live, komplett verrückt. Der Eingang ist im Hinterhof – traut euch durch die dunkle Tür!)
  • Le Kitch (coole Bar, wie der Name vermuten lässt, verkitscht und bisschen verramscht. Longdrinks für 8 Euro, das gibt es fast nirgendwo sonst in Paris)

 

Spaziergänge

  • Entlang der Seine, vor allem rund um Notre Dame und dem Louvre oder einmal durch den Parc Tuileries. Bei schönem (ehrlich gesagt sogar bei schlechtem Wetter), ist es fast überall toll für einen Spaziergang
  • Vom 19. Arrondissement (da habe ich gewohnt) nach Montmartre. Hier läuft man gefühlt durch alle Nationalitäten. Keine hübschen Ecken, dafür aber ganz viel ugly pretty. Sehr authentisch, um einen Eindruck zu bekommen, wie multikulturell die Stadt ist.
  • Montmartre. Immer. Im Zickzack oder mit Struktur, aber am besten: treiben lassen, und das ganz lange.
  • Entlang des Canal St Martin. Sowohl tagsüber als auch nachts sehr schön.

 

Shoppen

  • Marais (Viele kleine Boutiquen, tolle Atmosphäre)
  • Abstecher in der Galerie Lafayette (Klassiker. Alleine schon wegen der wunderschönen Kuppel)
  • Galerie Vivienne (wer hier nichts findet, staunt über die wunderschöne Architektur)
  • Shakespeare & Company (bester Buchladen in town. Und Hemingway hing hier ab!)

 

Lieblinge & Neuentdeckungen

  • Fragonard Musee du Parfum (zum Parfümhersteller dazugehöriges, kleines Museum, das englische Führungen macht, die kostenlos sind. Sehr interressant und kurzweilig)
  • Parc de Buttes Chaumont (liegt nicht direkt auf den gängigen Routen, daher ist er lange an mir vorbeigegangen. Aber ich finde ihn wirklich toll!)

Paris, oh Paris …


 

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