Die Playlist für den nächsten Aufbruch

Wenn ich im Kino sitze, gibt es immer diesen einen Moment, auf den ich mich oftmals am meisten freue: Der Abspann. Wenn der letzte nachwirkende Satz oder das letzte stimmungsvolle Bild einem kurzen Schwarz weicht, der ganze Saal aufatmet, durchatmet, seuft, und die meisten aufstehen und gehen.

Da bleibe ich immer, immer, immer sitzen. Denn meist läuft dann der beste Song des ganzen Films. Der Abspannsong. Und manchmal, wenn ich über ein tolles Lied stolpere, schließe ich die Augen und stelle mir vor, ob er als Titelmusik funktionieren würde.

Jedenfalls, es wurde mal wieder Zeit für eine Playlist. Nicht nur, weil mein Mix der Woche von Spotify oftmals ein absoluter Volltreffer ist, sondern vor allem, weil ich während meiner Vorbereitungen für Afrika viel Musik gehört habe. Und das Gefühl des Aufbruchs, des Freiseins, des Ballast-Abwerfens-Achtung-Bitte-Nicht-Im-Weg-Stehen braucht immer, immer, immer eine Playlist. Hier ist sie:

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Astral Weeks – Van Morrisson

In another time
In another place
In another face

Der klassische Roadtrip-Song. Wenn ich das Lied höre, dann sehe ich immer nur eins: Die Sonne am Horizont und fliegendes Haar im Wind.


I feel free – Cream

I can walk down the street, there’s no one there
Though the pavements are one huge crowd.
I can drive down the road; my eyes don’t see,
Though my mind wants to cry out loud.

Aus JOY mit Jennifer Lawrence. Super Lied, super Atmosphäre.


I would do it all again – L’aupaire

your drunken friends
we fly so high
let’s sail away
to paradise

Wäre der Song eines Feelgood-Movies. Ergo, ein Feelgood-Song. Mit großem Ohrwurm-Potenzial. Muss man übrigens im Chor singen, am besten mit den betrunkenen Freunden (s. Liedtext)


Love Letters – Metronomy

You’ve got me writing
Love letters
I’m always writing
Love letters

Ganz einfach: Schreibt Liebesbriefe. Macht echt glücklich. Vor allem, wenn es Antwort gibt. Bei dem Song will man unbedingt tanzen, das geht übrigens auch beim Autofahren.


Pure Shores – All Saints

I’m moving, I’m coming, can you hear what I hear?
It’s calling you my dear, out of reach

Als Nina letzt das Video zu einem kürzlichen Auftritt von All Saints postete, bin ich wieder total abgetaucht in die Musik. Ich hab sie gehört bis zum Umfallen, als ich noch sehr viel jünger war, und jetzt wieder ausgegraben. Warum dieser Song? Das ist der Titelsong zum Film The Beach (LEO <3) und wenn der kein Fernweh weckt, dann, naja … was soll ich dazu sagen?


How – Daughter

Moving on
Just moving in slow motion
To keep the pain to a minimal
Weightless, only wait for a fall

Macht mich immer traurig. Oder zumindest nachdenklich. Würden wir fahren, würden jetzt die Sterne leuchten.


ICU – Lou Doillon

And I see you in every cab that goes by
In the strangers at every cross road,
In every bar

Jeder Abschnitt hat seine eigenen Höhen und Tiefen, seinen eigenen Rhythmus. Vor allem auf Roadtrips wechselt sich Euphorie mit Melancholie ab. Und dieser Song steht für Zweiteres.


Beast of Burden – The Rolling Stones

I’ll never be your beast of burden.
I walk for miles, honey, my feet are hurtin‘.
And all I want is you to make love to me

Einer meiner absoluten und für immer und ewigen Lieblingssongs. Geht runter wie Butter. Da will ich nur Chucks, Shorts und zerschlissene T-Shirts tragen, Milkshakes trinken und vielleicht wieder anfangen zu rauchen. Zumindest für 4 Minuten und 26 Sekunden.


Ooh La La – Faces

I wish that I knew what I know now
When I was younger
I wish that I knew what I know now
When I was stronger

Ooh la la, ich liebe, liebe, liebe jede Sekunde davon! Totaler Feelgood-Song und das beste Abspann-Lied der ganzen Playlist. Das ist so einer, wo die ganze Crew dann den Refrain singen würde und man selbst mit Tränen in den Augen im Kinosessel hockt und sich ärgert, dass man schon wieder so leicht zu kriegen ist.


Heroes – David Bowie

We could be heroes – just for one day

Klassiker. Ich mag den Gedanken und ich mag das Gefühl, das er auslöst.


A Picture Of Our Torn Up Praise – Phosphorescent

I don’t have a home
It’s not a chain, it’s not a throne
It’s just a picture of a picture tossed and torn away

Höre ich ganz oft beim Autofahren. Ganz laut natürlich. Stelle mir dabei immer den Grand Canyon bei Nacht vor. So fühlt sich das an, wenn ein gebrochenes Herz heult und das Echo durch die Berge hallt. Macht Gänsehaut und auch ein bisschen traurig, aber das ist schon okay so.


Crucify your mind – Rodriguez

And you claim you got something going
Something you call unique

Aus der Doku Searching For Surgarman. Ein Musiker, der in einem Land berühmt wird, er selbst jedoch nichts davon mitbekommt? True story. Die besten Geschichten verdienen die besten Lieder.


Touch the Sky – Kanye West

This must be heaven

Warum dieser Song drin ist, kann ich nicht in zwei Sätzen erklären, denn ich muss ständig darüber lachen. Aber vielleicht liest das ja derjenige, den mein Lachen betrifft, und ich denke, das wird ihn dann auch sehr freuen.


Welche Songs begleiten euch bei Roadtrips? Was hört ihr, wenn ihr eure Koffer packt? Sollen wir diese Playlists öfter machen? Rein damit in die Kommentare!
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