Bad Gastein, das liegt irgendwo zwischen Heimkommen und Zeitreisen.

Astral Weeks – Van Morrison

Als ich am ersten Abend meines zweiten Aufenthalts in Bad Gastein mit einer fantastischen Gruppe aus Fotografen in der Bellevue Alm sitze, die Wärme des Kaminfeuers auf meinem kalten Gesicht spüre und Rotwein trinke, komme ich mit Nadin in eins von diesen Gesprächen, in die man mit ihr mühelos hineinschlittert.

Was will ich vom Leben? Ist das, was ich tue, das Richtige für mich? Wir tauschen uns aus, lachen, nicken und schütteln Köpfe und ich weiß, genauso, wie ich es im Sommer bereits wusste:
Nadin tut diesem Ort extrem gut. Sie hat in kürzester Zeit nicht nur herausgefunden, sondern verstanden, was ihn ausmacht und das in die Welt hinausgetragen. Das Resultat ist, dass nicht nur Blogger, IGler und Prominente Bad Gastein lieben (früher waren das Thomas Mann, Gustav Klimt, Arthur Schopenhauer), sondern dass er nun auch offen ist für Künstler, die eingeladen sind, zu kommen und – für eine Weile – zu bleiben. Ich finde, #artistinresidence ist eine fabelhafte Idee. Und ich finde, das gibt es kein zweites Mal in den Alpen.

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Zwei Tage stapfen wir durch Neuschnee, fahren mit der Kutsche und knipsen uns die Finger wund. Während Chanel und Stevo aus Johannesburg erst kürzlich zum ersten Mal mit Eis, Schnee und Kälte in Berührung kamen, sind andere daran gewöhnt und trotzen dem Winterwetter selbst, als wir nach Einbruch der Dunkelheit zu den geheimsten Geheimspots geführt werden, um nicht nur die beste Aussicht zu haben, sondern das perfekte Foto zu schießen.

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Ich glaube, ich muss hier nicht ins Detail unseres Programmes gehen, denn auch mir selbst würde es einen leichten Stich versetzen, wenn ich mich zurückerinnere. An das fabelhafte Abendessen im Hotel Regina, den Besuch in den Thermen, wo wir selbst im Wasser Fotos gemacht haben und dadurch die wohl anstrengensten Gäste waren. Oder, wie ich abends in die Laken kroch und am nächsten Tag Olaf, dem Besitzer des Hotels sagte, dass ich selten so gut geschlafen habe. Ja, autsch, es piekst, bei jeder Erinnerung.

Bad Gastein mit seinen teilweise leerstehenden, prunkvollen Belle Epoque-Gebäuden… das ist ein kleiner Zauber aus einer alten Welt. Wer hierherkommt, möchte nicht einfach nur in die Berge, er will den Ort erleben. Auf den Wasserfall staunen, im Café Schuh Strudel essen, die heilende Wirkung des Radon erfahren und sich von Nadin in die Geheimnisse des Ortes einweihen lassen. Und weil die so geheim sind, bleibt euch nichts anderes übrig, als selbst zu kommen. Aber ich kann garantieren: Es gibt Schlimmeres. Viel Schlimmeres.

Denn Bad Gastein is a magical, magical place.

 

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Hotel Regina

Das Regina wird liebevoll von Olaf geführt, der übrigens einen Dalmatiner hat, der optisch perfekt in die hübsche Atmosphäre des Boutique Hotels passt. Ich mochte die Einrichtung und die Herzlichkeit des Personals. Olaf selbst stammt übrigens aus dem Hohen Norden Deutschlands – und ich glaube, wir alle wissen, dass man nicht einfach so vom Meer in die Berge zieht, wenn es nicht einen guten Grund gibt.
Geo Saison hat das Regina übrigens unter die 100 besten Hotels Europas gewählt.

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Hansi Hansi, Bed & Breakfast

Nadin hatte uns zwei Tage lang vom Hansi Hansi vorgeschwärmt, aber greifen konnte ich ihre Verzückung erst, als ich dann schließlich dort war. Die Entstehungsgeschichte ist umwerfend. Genau so, wie Enstehungsgeschichten sein müssen:
Felix übernahm kurzerhand die Pension seiner Großmutter, doch das Geld fehlte, um das daraus zu machen, was er wollte. Also lud er seine Künstlerfreunde aus Wien ein und schlug ihnen vor, sich je einen Raum zu eigen zu machen und ihn zu gestalten. Heraus kamen fünf so unterschiedliche Zimmer, dass es jedes Mal eine große Überraschung war, als Felix die Tür öffnete und sich dahinter so unterschiedliche, detailverliebte und künstlerische Zimmer präsentierten.

Ich sag mal so: Bucht euch ein Zimmer dort, setzt euch nachmittags mit Tee ins Wohnzimmer, hört die Schallplatte kratzen, schnuppert die Räucherstäbchen und lasst euch von Felix das Ganze mal detailliert erzählen. Die Geschichte ist großartig.

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Dieser Artikel ist im Rahmen eines Instagram-Weekends entstanden. Vielen Dank für die Einladung an Visit Bad Gastein. Die tollen Fotos und die noch tolleren Accounts dahinter findet ihr auf Instagram unter dem Hashtag #badgasteininstaweekend.

Auch nicht zu verachten: Der von Nadin selbst bespielte und kuratierte Account @visitbadgastein.

Die Fotos für diesen Artikel hat Deniz gemacht.

(hier funktioniert der Zähler leider nicht. Der Artikel wurde bisher über 3000 Mal gelesen – vielen Dank!)

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