Gehen, um zu bleiben: Die Playlist zum Buch

Als ich mein Buch immer wieder Korrektur gelesen habe, ist mir nicht nur aufgefallen, wie viel Musik in die Worte geflossen ist, sondern auch, wie viele unterschiedliche Emotionen darin stecken. Jedes Kapitel steht für eine Reise, jede Reise steht für ein Land, jedes Land steht für ein Gefühl.

15 Songs, die unterschiedlicher kaum sein könnten, nun in einer Playlist vereint.

 


Wish you were here – Pink Floyd

für

Freiheit oder Warum ein Roadtrip ein gebrochenes Herz heilen kann

USA, 2010

Das braucht nicht viel Erklärung. Den Song verbinde ich für immer mit San Francisco, weil … lest es selbst.


With a little help from my friends – Joe Cocker (live)

für

Scheitern oder Warum ich nicht weglaufe, sondern einfach gerne laufe

Spanien, 2011

Der aufmerksame Leser wird sich fragen, warum nicht der im Kapitel angesprochene Song hierfür ausgewählt wurde. Unter’m Strich ging es in Spanien aber um ein ganz spezielles Thema: Freundschaft. Außerdem bin ich sehr froh, Joe Cocker live gesehen zu haben, mit 14, auf dem Antenne-Bayern-Fest, yes. Viel zu gerne hätte ich ihn später nochmal dieses Lied performen sehen, wie er sich hineinwirft in die Worte, dass er am Ende kaum stehen kann. Wird für immer eins meiner absoluten Lieblingssongs sein.


iT – Christine and the Queens

für

(Ent)täuschung oder Warum Paris is arroganter Lover ist

Frankreich, November & Dezember 2011

Das Lied der französischen Sängerin strahlt eine so unglaubliche Stärke aus, dass ich mir jedes Mal beim Hören wünsche, ich hätte 2011 die gleiche Kraft gehabt, mein Liebesdebakel erhobenen Hauptes zu beenden.


Young Wasim – Thomas Newmann

für

Sehnsucht oder Warum die Welt gut ist und ihre Menschen ebenfalls gut sind

Indien, März bis April 2013 & Dezember 2015

Ich habe nach einem Lied mit indischem Klang gesucht, das gefunden und mich grenzenlos verliebt. Ein Land in einem Song, genauso wunderschön wie der gesamte Subkontinent.


Falling – Haim

für

Angst oder Warum Medellíns Geschichte nicht einfach ist und sie genau deswegen erzählt werden muss

Kolumbien, März bis Mai 2014

Der Song ist kraftvoll und obwohl der Titel anderes vermuten lässt, geht es vor allem darum, nicht mehr zurückzublicken, sondern aufzustehen und weiterzugehen. Könnte Medellíns Hymne sein.


Waking Bliss – Flight Facilities

für

Frieden oder Warum ich im Amazonas zurück zu meinen Wurzeln fand

Peru, April 2014

In dem Lied geht es um den Tod, dass wir alle eins sind, verbunden sind, und wie schön das eigentlich ist. Perfekt zu dem verwurzelten, friedlichen Gefühl, das ich im Amazonas in mir getragen habe.


Just like honey – The Jesus and Mary Chain

für

Fremde oder Warum ich in China auf Hagrid traf

China, Oktober 2014

Mit China bin ich nicht warm geworden, nur Hagrid war toll. China ist für mich deshalb wie Honig: An sich ne gute Idee, doch beim Ausprobieren nicht das, was ich mir vorgestellt habe (ich mag keinen Honig).


Ocean Eyes (Astronomyy Edit) – Billie Eilish, Astronomyy

für

Meditation oder Warum ich den Ozean mehr liebe als alles andere

Mauritius, April 2015

Anhören, abtauchen. Der perfekte Song, um sich nach Mauritius zu träumen, unter Wasser, über Wasser, am Strand, am Pool, egal. Wahnsinnig stimmungsvoll.


Burn with me – Whilk and Misky

für

Trägheit oder Warum ich auf Ios unfreiwillig Urlaub machte

Griechenland, Juli 2015

Bei dem Titel musste ich schon schmunzeln. Bei 40 Grad im Schatten habe ich mich tatsächlich so gefühlt, als würde ich einfach verbrennen und der Satz „I’m my own best friend and my worst enemy“ passt perfekt zur Trägheit eines verdammt heißen Urlaubs.


I wish I knew how it feels to be free – Emeli Sandé

für

Wut oder Warum ich an einen unbekannten Ort reiste

Benin, September 2015

Ich war sehr oft wütend, als ich in Benin war. Meine Gedanken und Ängste gipfelten in einen einzigen Wunsch an jedem Ende jeden Tages: Every man should be free.


Into the Ether – Leif Vollebekk

für

Grenzen oder Warum man bei Angstzuständen einen Käsekuchen zur Hand haben sollte.

Zehntausend Meter über Oman, Dezember 2015

Ether (dt. Äther) steht für den Himmel in der griechischen Mythologie. Das Lied wirkt außerdem sehr beruhigend, vielleicht sollte man bei einer Notlandung also doch keinen Käsekuchen zur Hand, sondern diesen Song im Ohr haben.


There will be time – Mumford & Sons, Baaba Maal

für

Vorurteile oder Warum ein Kontinent kein Land ist

Malawi, März bis Juni 2016

Baaba Maal ist Senegalese und singt daher in seiner Muttersprache und nicht im malawischen Chichewa, trotzdem passt das Lied wunderbar. Es geht, natürlich, um Liebe und ich habe es zum ersten Mal gehört (und gesehen), als ich auf der Terrasse unseres Hauses in Malawi saß, es war stockdunkel um mich herum, nur die Moskitos waren unterwegs, und die Liveversion aus Johannesburg lief auf dem Laptop – sämtliche Tränen ebenso.


Alaska – Maggie Rogers

für

Freundlichkeit oder Warum Sansibar mich fest in den Arm nahm

Sansibar, Juni 2016

Alaska ist zwar ziemlich weit weg von Sansibar, aber gleichzeitig zu meinem Aufenthalt wurde das Lied veröffentlicht. Einige Monate zuvor hatte Pharrell Williams in einem Video, das um die Welt gegangen war, der Sängerin ihr großes Talent bescheinigt. Absoluter Feelgood-Song, der direkt in meine Sansibar-Playlist wanderte.


Postcards from Italy – Beirut

für

Einsamkeit oder Warum Glück eine Frage des Teilens ist

Italien, September 2016

Auch wenn ich bei meinem missglückten Roadtrip durch Apulien kaum Musik hatte hören können, begleitet mich Beirut sonst fast immer, wenn ich Auto fahre. Und das, das ist einfach ein richtig schönes Lied, bei dem ich Italien in Analogfotografie vor mir sehe.


Like a rolling stone – Bob Dylan

für

Heimat oder Warum wir gehen

Deutschland, heute

Es kamen und gingen viele Lieder und das wird immer so sein. Dieser Song ist bis heute geblieben und ich verbinde so viel mit ihm, dass er nicht nur einen Platz hier verdient hat, sondern für das letzte und vielleicht wichtigste Kapitel steht. Ein Oldie but Goldie – genauso wie die eigene Heimat. Und auch wenn es im Song um genau das Gegenteil geht, ist nach dem Aufbruch ja immer vor dem Aufbruch.



Viel Spaß beim Hören, beim Lesen, beim Reisen – und vielen Dank an jeden, der das Buch gekauft hat!

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