Projekt „minimalistisch packen“ – mit Handgepäck nach Mittelamerika

Anzeige: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Zalando entstanden.

Im November fliege ich nach Panama, von dort aus geht es weiter nach Costa Rica. Aus mehreren Gründen habe ich mich diesmal dazu entschlossen, mit Handgepäck zu reisen. Das heißt konkret, dass ich ein Gepäckstück dabei haben werde, das 10 Kilo nicht überschreitet sowie eine Kamera und kleine Handtasche. Klingt jetzt, wo ich das so lese, vollkommen machbar. Ist es das auch?

Minimalistisch packen!

 

Schon sehr lange, wahrscheinlich, seitdem ich den Jakobsweg mit sechs Kilo Gepäck auf dem Rücken gelaufen bin, interessiert es mich, mit so wenig Ballast wie möglich zu reisen. Und ich erinnere mich zurück, als ich 2013 in Mumbai in der prallen Mittagshitze an einer Ampel stand, auf meinem Rücken mein riesiger Deuter-Rucksack, vorne angeschnallt ein Daypack, körperlich und nervlich am Limit. Mein halbes Leben hatte ich bei dieser Reise dabei, es war unsagbar heiß und ich fand das Hotel nicht. Das machte keinen Spaß. Und auch irgendwie keinen Sinn.

Wenn ich ganz ehrlich bin: Der total pragmatische Backpacker, der mit wenig Gepäck reist und dem es ziemlich egal ist, ob er am Abend essen geht und dabei die abwaschbaren Flip Flops trägt, die er kurz zuvor unter der Dusche schon anhatte, war ich noch nie. Ich bin aber auch nicht das Luxusmädchen, das einen 23 Kilogramm schweren Koffer hinter sich her zieht, weil zehn paar Schuhe drin sind. Ich bin etwas dazwischen. Und weil dieses Dazwischen mir mittlerweile auch schon zu viel ist, versuche ich mich nun am Reisen mit Handgepäck.

Der Clou des Ganzen ist ehrlich gesagt denkbar einfach: Ich werde für rund eine Woche packen, vor allem leichte Sommersachen, die ich mag, die verknittert auch noch gut aussehen und in denen ich mich wohlfühle. Da es zum Zeitpunkt meines Abflugs bereits richtig kalt sein kann, muss ich mich sowieso warm anziehen, das heißt, festes Schuhwerk, Leggings, Jeans, Schal und sonstige Winterspäßchen werde ich sowieso am Körper tragen. Zusätzlich habe ich eine transportable Waschmaschine* dabei – was für ein Satz! Aber isso. Ich habe sie bereits seit letztem Jahr, als während meiner Malawireise meine Sachen per Handwäsche einfach nicht mehr sauber wurden. Das Ding funktioniert wunderbar. Und wird nach einer Woche zum Einsatz kommen, sodass ich wenig einpacken muss, aber trotzdem wohlriechend durch die Nebelwälder Costa Ricas stapfen werde – und alle um mich herum freuen sich, 17 Tage lang.

Für diesen Artikel habe ich nun probegepackt und komme (ohne Kamera-Equipment und Handtasche, da diese laut der Airline, die ich nutze, extra mitgenommen werden dürfen) auf 9,5 Kilo inklusive Gepäckstück.

Hier ist alles zu sehen, was ich beim Flug nicht am Körper tragen, sondern einpacken werde.
Von links oben nach rechts unten: Regenjacke, zwei Kulturtaschen (Hygieneartikel, Reiseapotheke, Sonnencreme, alles in kleine Flaschen abgefüllt etc.), Hopeville-Beutel* mit Unterwäsche und Socken, evtl. zweiter Bikini, fünf Shirts, Handtasche (mit Kleinkram für den Flug wie Ohropax, Kopfhörer und natürlich Kreditkarte, Dollars und Reisepass), Flip Flops und Sandalen, dünner Baumwollschlafsack, Bikini, großes Mikrofaserhandtuch*, Yogahose, zwei Kleider, Buch und Sonnenbrille, Kameratasche inkl. Kamera + Equipment + Stromadapter, zwei kurze Hosen (hier wird noch eine lange Stoffhose dazukommen), Handy + Ladekabel + Akkubar, Scrubba Waschmaschine*. Ob ich meinen Laptop mitnehme, entscheide ich spontan, denn er wiegt 1,1 Kilo.

 

Koffer oder Rucksack?

Marianna vom Weltenbummler Mag hat mal einen amüsanten Artikel darüber geschrieben, dass sie für jede Reise zum Koffer greift und diesen dem Rucksack immer vorziehen würde. Damals habe ich geschmunzelt und ihr geschrieben, dass es mir ganz anders geht. Da bin ich aber auch noch nicht in einen indischen Bus anno 1950 eingestiegen, meinen Deuter auf dem Rücken, und fast nach hinten umgefallen, weil ich das Gleichgewicht kaum halten konnte.

Immer wieder bin ich deshalb hin- und hergerissen, welches Gepäckstück das für mich richtige ist. Die Vorteile von beiden liegen klar auf der Hand, die Nachteile aber eben auch. Zalando hat eine Übersicht zusammengestellt, die nicht nur zeigt, welches Gepäckstück für welche Reise geeignet ist, sondern auch, was als Handgepäck durchgeht. Packvideos (ich liebe das Handgepäck-Video!) und Links zu schmucken Köfferchen, Weekendern und Rucksäcken gibt es natürlich ebenfalls.

Bis ich selbst herausgefunden habe, welches Teil für mein Handgepäckprojekt das richtige sein wird, übe ich mich weiterhin darin, minimalistisch zu packen – und freue mich, in der Hitze Panamas anzukommen, und nicht nach hinten umzufallen – zumindest nicht aufgrund meines schweren Gepäcks.


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Fotocredit Header: Ashim D Silva | Unsplash

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