EuropaGuides zum GlücklichseinReisenSchweiz

Ich wusste, dass die Schweiz wunderschön ist. Ich wusste, dass ich als Kind dort öfter war. Ich wusste aber auch, dass es mich irgendwie nicht richtig hinzieht – bis ich über ein verlängertes Wochenende durch ein fast unerträglich heißes Genf gestolpert bin, was sich als eines der schönsten Wochenenden des bisherigen Jahres herausstellte.
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EuropaReisenTürkei

Istanbul hat mich verzaubert. Die einzige Metropole der Welt, die auf zwei Kontinenten gleichzeitig liegt, ist die bevökerungsreichste Stadt in der Türkei – mit gut 14 Millionen Menschen und einer bombastischen Geschichte ist das ehemalige Konstaninopel laut, dreckig, wunderschön, mystisch und vor allem eins – sehr sympathisch!
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Werbung: unbezahlte Pressereise

Hej Helsinki,

neulich, da war ich bei dir, bin durch deine leisen Gassen gestreift und habe mir dabei gedacht: Also, wenn man gerade aus Porvoo kommt und in eine Großtadt katapultiert wird, hat man es gar nicht so leicht, zu überzeugen. Gepaart mit schlechtem Wetter eine recht semi-professionelle Ausgangsposition für dich.

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EuropaLieblingeReisen

„100 Leute haben wir gefragt, nennen Sie uns ein beliebtes Ausflugsziel in Europa!“ Kennt ihr das noch, diesen Standardsatz aus dem „Familienduell“? Ich habe diese Serie ja geliebt und ihr deswegen ein kleines Plätzchen hier gewidmet. Zwar habe ich nicht 100 Leute befragt, dafür aber sechs BloggerInnen meines Vertrauens. Heraus kamen die unterschiedlichsten Destinationen, an die wir uns ganz schnell flüchten können, weil sie gar nicht so weit weg liegen und – zumindest teilweise – sehr günstig zu erreichen sind.
Enjoy!

Caro. Mit Äffchen.

Warum ist diese Stadt deine erste Wahl?

Madrid war eine dieser Überraschungsstädte, in die man völlig ohne Erwartungen hinfährt und die einen dann völlig überwältigen. Madrid ist eine Prachtstadt, alles ist verschnörkelt, voller Springbrunnen und alles leuchtet im Dunkeln. Es gibt einen Park mit einem Glasschloss, von dem ich nie vorher gehört hatte.
Madrid ist so schön spanisch und versucht niemals, irgendwas anderes zu sein. In den Restaurants gibt es Tapas, Weißbrot und Serranoschinken. Und es wird gefeiert, so oft es geht. Seit den Krisenzeiten zwar ein bisschen weniger, keiner würde sich aber von keiner Krise der Welt das Feiern nehmen lassen. Dann gibt´s eben das günstige 1 Euro Bier von 100 Montaditos. Hier sieht man abends alles: von alten Damen bis jungen Hüpfern alle Arten, von laut redenden und lachenden Menschen. Dieses Bild kommt mir immer zuerst in den Kopf, wenn ich an Madrid denke.

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Hast du einen Geheimtipp für uns?

Mein Geheimtipp ist die Dachterasse auf dem Gebäude des Círculo de Bellas Artes. Wegen dem Ausblick und weil man dort immer in der Sonne sitzen kann, auch an Wintertagen. Denn in Madrid gibt es sehr selten Regen.

Würdest du in Madrid leben wollen?

Ja! Wenn es sich irgendwann ergibt, würde ich sofort für länger nach Madrid ziehen und von dort aus arbeiten und meinen Blog schreiben.

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  • Simone von Wolkenweit stellt uns die Frage: what about… K O P E N H A G 

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Sie hat einfach unendlich viel zu bieten. Eine wundervolle Architektur, viel Kunst, tolle Sehenswürdigkeiten, eine sehr moderne Hafencity, viel Grünflächen, das Meer und die längste Fußgängerzone der Welt. Die Stadt ist absolut sauber und es gibt scheinbar keine Hektik, kein Stress – denn die Dänen sind alle sehr gelassen. Kein Wunder, dass die Stadt auch als die Hauptstadt des Glücks betitelt wird. Laut einem UN-Bericht leben dort tatsächlich die glücklichsten Menschen auf der ganzen Welt. Die Stadt hat Radwege wie Laufstege und die Anzahl der Autos ist wirklich sehr gering. Die meisten fahren Fahrrad. Das finde ich absolut vorbildlich und vor allem umweltschonend. Chapeau!

Welche Geschichte kannst du uns dazu erzählen?

Wir sind im Magazin Du Nord – im größten Kaufhaus Nordeuropas – in die Falle des dänischen „Verstehen Sie Spaß“ getappt. Im Sommer wurden wir an der Kasse von einem Nikolaus empfangen, der umgerechnet 25 Euro dafür haben wollte, dass er meine Tüte mit ca. 100 Tackernadeln verschlossen hat. Die Diskussion drohte nach 10 Minuten langsam auszuarten, aber dann wurde die Situation gottseidank aufgeklärt mit: „Schaut mal da. Seht ihr die Kamera?“. Ich hatte kurz meinen Glauben an den guten Nikolaus verloren, was danach aber glücklicherweise wieder aufgehoben wurde.

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Hast du einen Geheimtipp für uns?

Eigentlich habe ich mehrere. Hierzu habe ich auch schon mal einen Beitrag auf meinem Blog geschrieben. Ich empfehle auf jeden Fall eine Grachtenfahrt vom Nyhavn zu starten. So erhältst du einen schönen und schnellen Einblick in die wundervolle Stadt und kannst auch jederzeit aus- und wieder einsteigen. Am Abend ist Madam Chus toll. Eine kleine süße Cocktailbar am Gammelstrand mit den besten Cocktails, die ich jemals getrunken habe. Gammelstrand ist natürlich kein gammeliger Strand, sondern eine alte Straße mit den besten Bars der Stadt.

Würdest du in der Stadt wohnen wollen?

Kopenhagen ist tatsächlich eine Stadt, in der ich mir vorstellen könnte zu leben. Die Stadt hat einfach alles was mir an einer Stadt wichtig ist und der Norden ist einfach schön. Nur das Wetter wäre der einzige Abzugspunkt, aber dafür trumpft die Stadt mit vielen anderen Dingen.

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  • Jutta von 6 Grad Ost enführt uns nach… R E Y K J A V Í K.

Jutta in schwarz-weiß.

Warum ist diese Stadt deine erste Wahl?

Ich bin ziemlich verliebt in Island. Und wer nicht gerade mit der Fähre oder dem eigenen Segelboot auf die arktische Insel schippert, kommt um Reykjavík nicht herum. Hier beginnt jede Geschichte und hier endet sie auch. Geschichten erzählen – das passt zur isländischen Hauptstadt. Reykjavík ist eine Stadt der Literaten. Hier sind schöne Worte sogar auf den Gehweg gepinselt. Poetisch, oder? Reykjavík-Wellblechhaus-6GradOst Welche Geschichte kannst du uns dazu erzählen? Keine besondere eigentlich. Es sind die vielen schönen Momente, die mich mit der Stadt verbinden. Und die Menschen, mit denen ich Freundschaft geschlossen habe. Da ist etwa Einar, wandelndes Lexikon, Heavy Metal- und gleichzeitig Klassik-Fan, Sänger im Uni-Chor und Enkel von Jórunn Viðar, ihres Zeichens Komponistin. Eines ihrer Werke wurde sogar von Björk interpretiert. Dass Einar ziemlich stolz darauf ist, kann ich verstehen. Die Menschen hier lieben ihre Heimat. Und das steckt an. Hast du einen Geheimtipp für uns? Einen wirklich geheimen Tipp für diese winzig kleine Hauptstadt gibt es wohl nicht mehr. Ich mag die Gegend um den alten Hafen mit dem Weltklasse-Opernhaus Harpa, das tagsüber alle Farben der See, der Berge und des Himmels in seiner Glasfassade spiegelt und nachts ganz wundervoll illuminiert wird. Das ist magisch! Gleich um die Ecke gibt es einen urigen Imbiss, den Sægreifinn. Eine echte Institution, wo angeblich Reykjavíks beste Fischsuppe aufgetischt wird. Beschwören kann ich das nicht, aber sie ist tatsächlich ziemlich gut. Streetart-Fans werde Reykjavík lieben. Hier haben sich unter anderem Guido van Helten und The London Police verewigt. Reykjavik-Downtown-6GradOst Würdest du in dieser Stadt leben wollen? Auf jeden Fall! Reykjavík ist klein. Das mag ich. Außerdem lässt sich die Stadt nicht festlegen. Hier gibt es von allem etwas. Außer Glamour. Der fehlt definitiv. Aber so eine ungeschminkte Schönheit ist mir ohnehin lieber. Reykjavík-KEX-6GradOst   Reykjavík-Sólfar-6GradOst

  • Ginas Herz von Findungsphasen hängt an, wie es sollte es anders sein… P A R I S

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Warum ist diese Stadt deine erste Wahl?

Paris, die „Stadt der Liebe“ zu lieben, ist bestimmt nicht originell – zu viele Menschen verfallen den gepflasterten Gässchen und dem Gefühl, geradewegs in die fabelhafte Welt der Amelie katapultiert worden zu sein. Zudem ist man selten so nah dran an seinen Helden – Hemingway, die Fitzgeralds, alle wanderten sie durch dieselben Straßen. Hier trifft Geschichtsträchtigkeit auf Moderne, Schönheit und Pracht auf Armut und herunter gekommene Hochhäuser – diese Widersprüche finde ich faszinierend.
 
Welche Geschichte kannst du uns dazu erzählen?

Für mich ist es tatsächlich weniger die eine große Geschichte, sondern mehr die vielen kleinen Erinnerungen, die ich über die Jahre dort gesammelt habe. „Komm, lass uns nach Paris fahren“, fragte mich mein Freund damals, als wir gerade ein paar Wochen zusammen waren. Und es erschien mir so klar, schließlich hat mich mein Leben an verschiedenen Punkten immer wieder zurück in diese Stadt geführt – egal, ob mit 14 Jahren gemeinsam mit Mutter und Großmutter, später mit guten Freundinnen oder eben jetzt, als diese Liebe anfing und die Stadt dabei zusah.

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Hast du einen Geheimtipp für uns?

Der perfekte Tag in Paris beginnt auf jeden Fall mit Croissants und Kaffee, irgendwo in einem kleinen Bistro und endet mit einer Flasche Rotwein am Ufer der Seine. Ein absolutes Muss ist für mich die schönste Buchhandlung, in der ich jemals war, „Shakespeare and Company“, die vielleicht kein Geheimtipp mehr ist, aber jedes Mal wieder einen Besuch wert.

Würdest du in dieser Stadt leben wollen?

Paris ist so verführerisch und gleichzeitig so unnahbar – wie ein untreuer Liebhaber, von dem dir deine Freundinnen dringend abraten, von dem man sich jedoch nicht loseisen kann. Und es ist wohl so: Gerade weil man, egal wie sehr man es versucht, immer nur an der Oberfläche dieser Stadt kratzt, kann man sie auch als Projektionsfläche für die eigenen Wünsche und Träume nutzen. Durch einen Umzug dorthin die Enttäuschung dieser Liebe riskieren? Lieber nicht.

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  • Last but not least: Halb-Griechin Marianna vom Weltenbummler Mag setzt uns ab in… A T H E N

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 Warum ist diese Stadt deine erste Wahl?

Ich bin Halbgriechin und die Familie meiner Mutter lebt in Athen. Wir sind häufig hingefahren in den Sommerferien, um Tanten, Onkels und meine Großeltern zu besuchen. Ich hab‘ also ne enge Bindung zu Athen, ein wenig wie eine zweite Heimatstadt.

Welche Geschichte kannst du uns dazu erzählen?

Meine Großeltern wohnten in einem relativ klassischen Stadtteil Athens, für damalige Verhältnisse eher weit vom Zentrum entfernt. (Heute ist es extrem Zentrumsnah, weil die Stadt immer weiter wächst.) Es gab eine Terrasse im ersten Stock und ich liebte es da oben, weil man damals noch einen direkten Blick auf die Akropolis hatte. Das allergrößte für uns Kinder war es, nachts da oben unter freiem Himmel zu schlafen und Akropolis und Sterne anzustarren.

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Hast du einen Geheimtipp für uns?

Klettert auf den Likavitos Hügel und genießt nach Sonnenuntergang und den romantischen Blick auf die beleuchtete Stadt und die Akropolis. Das kommt in etwa meinem Kindheitserlebnis gleich ;).

Würdest du in dieser Stadt leben wollen?

Ja! Ich hab sogar mal im Zuge meines Studiums zwei Monate dort gelebt. Das war großartig. Ich hab mich jeden Nachmittag in einem anderen Stadtteil einfach treiben lassen. Tolle Cafés entdeckt, Concept Stores oder auch einfach traditionelle, ruhige Wohnviertel durchstreift. Ganz großartig an Athen ist auch die Nähe zum Meer. Ich bin mindestens einmal die Woche nach der Uni ans Meer.

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Herzlichen Dank an die sechs Blogger fürs Mitmachen! Weitere Infos zu den Städten sind auf den jeweiligen Blogs zu finden:

Shave the whales (Madrid)

Wolkenweit (Kopenhagen)

6 Grad Ost (Reykjavík)

Of Roots And Roads (Paris)

Weltenbummler Mag (Athen)

 

Und ihr? Wo zieht es euch hin?