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Ich könnte mich stundenlang hier aufhalten und mit der Kamera auf Entdeckungsreise gehen, während die Kinder um mich herum Verstecken spielen und ein Motorroller etwas zu schnell über die schmalen Wege hinweg saust.

Continue reading „Zwischen James Bond und gespenstischen Tänzen.“

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Zugegeben: Die drei Tage, die wir Ende März durch Istanbul geschlendert sind, haben wir vor allem damit verbracht, große Mengen an türkischen Spezialitäten zu schlemmen und uns schweren Rotwein einzuverleiben. Hat ganz wunderbar geklappt, obwohl so viele doch immer meinen, die türkische Küche hätte für Vegetarier nichts zu bieten.
Continue reading „Einmal Istanbul vegetarisch zum Mitnehmen, bitte!“

sonneuntergang
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Laut Katie Melua gibt es neun Millionen Fahrräder in Peking (Beijing). Kann gut sein, denn in der Hauptstadt Chinas findet sich so ziemlich alles in Superlativen wieder. Wie China selbst. Die Stadt war eins der Highlights meiner 16-tägigen Reise. Da ich nur vier Tage dort war, kann ich nicht wirklich mit Insidertipps dienen, versuche aber mit den folgenden Punkten zu überzeugen, warum Peking der Oberkracher ist. Und so anders sein kann, als man von diesem Land doch irgendwie erwartet.

1. Hutongs

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An den kleinen, teilweise an das mittelalterliche Beijing erinnernden Gassen - den sogenannten Hutongs - kommt man nicht vorbei, wenn man sich durch die Metropole treiben lässt. Überall laden die verwinkelten und engen Seitenstraßen dazu ein, einfach abzubiegen und verloren zu gehen. Es warten heruntergekommene und von Armut beherrschte Hutongs auf die Besucher der Stadt sowie restaurierte Shoppinggassen mit kitschigen (und auch schönen!) Souvenirläden, Musik, Streetfood und Menschen, die einfach nur draußen sitzen, Spiele spielen und was trinken.

Von 6000 auf ca. 1000 runter. Das ist die erschreckende Entwicklung der beliebten Gässchen seit den 50er Jahren. Immer mehr werden platt gemacht und die alten Stadtteile werden daraufhin neu aufgezogen. Dabei steckt in diesem Straßennetz so viel Tradition: Fast alle verlaufen in Ost-West-Richtung, sodass die Haupteingänge nach Süden zeigen können. Feng Shui wird hier groß geschrieben, somit ist Sonnenschein garantiert und der Schutz vor negativen Einflüssen aus dem Norden unterstützt.

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2. Cafés und Shopping
cafe
Café Barista Coffee. Man beachte die Kommunikation der Chinesen.

Ich bin eine Kaffeetante. Und schöne Souvenirs weiß ich ebenfalls zu schätzen. In beiden Punkten hat mich China und vor allem Peking absolut positiv überrascht. Die Cafészene ist up-to-date und neben ganz miesen Espressoshot-auf-einen-halben-Liter-Kuhmilch-aus-der-Bäckerei-nebenan folgt ein detailverliebtes Café dem nächsten. Hinter dem Tresen stehen entweder super coole Hipster oder nervös lächelnde Barista, denen man so oder so die Freude ansieht, dir gleich den weltbesten Kaffee präsentieren zu dürfen. Von der Wissenschaft des Brühens ohne Filter, dafür mit Thermostat und mehreren Aufgüssen, bis hin zum klassischen Cappuccino mit festem Milchschaum gibt es alles, was das Herz begehrt. Und mein Kaffeeherz begehrt viel.

Tipp für den kurzen Stop: Barista Coffee, Wudaoying Hutong.

Zum Espressoshot am frühen Nachmittag gehört natürlich das Shoppen. Und obwohl ich Letzteres auf Reisen grundsätzlich nicht groß schreibe und meist auf den allerletzten Tag hinausschiebe, bin ich in Peking nicht daran vorbeigekommen. Die Hutongs quillen über mit einem Designerladen nach dem anderen, teilweise komplett verrückt und ohne massentauglichem Konzept, aber auch irre schön, günstig, voller Details und guter Spürnase für neue und absurde Trends. Ich habe neben einer kuscheligen Wolljacke, die ich derzeit zu fast jedem Outftit kombiniere, Postkarten mit altchinesischen Drucken, Notizbücher, Tassen, Tee und eine vergilbte National Geographic Weltkarte gekauft (siehe Bild unten).

Tipp zum Shoppen: Rund um den Trommelturm, Nanluogu Xiang

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3. Vegane/vegetarische Szene
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Copyright Deniz Ispaylar

In China essen sie Hunde? Darauf möchte ich lieber nicht eingehen, aber wer Lust auf einen experimentellen Kochkurs oder Ausflüge in traditionell chinesische Märkte hat, kann mal bei Clemens von Anekdotique vorbeischauen. Der ist definitiv abenteuerlustiger als ich.

Ich hatte mich in den ersten Tagen in China wacker geschlagen, habe abseits von Fleisch und Fisch viel probiert und neue Geschmäcker aufgenommen und abgespeichert. Es gibt definitiv tolles und sehr vielfältiges Essen zu entdecken, nur wenn man nicht von vorneherein ein Riesenfan von chinesischem Essen ist, kann es einem schnell zum Hals heraushängen. So ging es mir, nachdem ich in Tai’an händeringend nach Essbarem gesucht habe und nach einem Stück Fleisch in meinem Wrap vom Straßenstand zwei Tage lang innerlich würgen musste, sobald ich die Gerüche der Garküchen wahrnahm. Es war Zeit, zurück in die Großstadt zu flüchten, und Peking empfing mich mit offenen Armen. Ich war absolut entzückt. Von Falafel über Pasta bis hin zu Cappuccino mit Kokosmilchcremé, dicken Waffeln mit hausgemachter Marmelade und lauwarmen Croissants… her damit!

Tipp: The Veggie Table im Wudaoying Hutong, nahe dem Lamatempel, war das erste vegane Restaurant in der Stadt und ist am meisten ökologisch ausgerichtet. In diesem meinem Lieblings-Hutong gibt es außerdem noch viele weitere Schätze zu entdecken!
Auf der Seite von HappyCow gibt es wissenswerte Adressen für Veganer und Vegetarier.

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The Veggie Table
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Copyright Deniz Ispaylar
4. Die große Mauer

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Atemberaubend. Das ist sie, die große (oder chinesische) Mauer. Mao Zedong hat mal gesagt: „Wer die Große Mauer nicht bestiegen hat, der ist kein richtiger Mann.“ Nicht, dass ich ihm da zustimmen würde, aber es ist definitiv ein umwerfendes Gefühl, auf ihr entlangzulaufen, die Weite zu spüren und die sich durch die Landschaft schlangenförmig ziehenden Mauerabschnitte zu bewundern; für ein paar Stunden zeitreisen.
Die Geschichte, die ich zu diesem Tag zu erzählen habe und welche Tipps ich mitgeben kann, könnt ihr hier nachlesen. Und noch mehr Bilder gucken.

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5. Parks und Seen

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Grün, grün, grün… ist Peking. Vorausgesetzt, der Smog lichtet sich und man kann was sehen. Dann glitzert die Sonne auf den Wasseroberflächen und das Grün der Parks schüttelt seinen Grauschleier ab. Überall gibt es Enten, Boote, Künstler und Fischer zu beobachten, Familien machen Picknicks und Pärchen rücken auf den Bänken näher zusammen. Schade nur, dass manche der Parks (geringen) Eintritt kosten, was mein Verständnis zur Natur und dem Sinn des Allgemeinwohls übersteigt.
Jingshan-Park mit 360° Blick über die ganze Stadt, Himmelstempelpark, Beihai-Park, die Houai-Seen… wertvolle Oasen inmitten einer staubigen 20-Millionen-Metropole.

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Hutong am Qinhai-See (Shichahai) - voll, laut, chaotisch.

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Tiananmenplatz in der Abenddämmerung bei der alltäglichen Flaggenparade
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Aussicht vom Jingshan-Park
suesskartoffeln
Süßkartoffel-Verkäufer in einem Hutong

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Der Kanal an der Verbotenen Stadt beim Sonnenuntergang

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Sicht auf die Verbotene Stadt

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Welche Tipps hast du für Peking?