Eine Stadt wie aus dem Katalog – København & ihre Menschen

Kopenhagen blieb kleben wie ein Post-it am Kühlschrank. Und das, obwohl der Hype der Stadt so weit vorauseilte, dass ich Bedenken hatte, enttäuscht zu werden. Die Stadt abhaken zu müssen. Das hätte mit Kopenhagen so laufen können. Ist es aber nicht.

 

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koenigliches_theater

Der Norden Europas kommt bei mir definitiv zu kurz und obwohl ich sagen kann, dass ich Stockholm, Helsinki und nun auch Kopenhagen kenne, war ich den Ländern an sich kaum unterwegs. Was schade ist, aber mein Herz schlägt einfach für warme, tropische Ziele, daher müssen sich die anderen immer hinten anstellen. Kopenhagen ist immer weiter auf meiner Liste nach oben gerutscht, und ich kann denen, die genauso schnell frieren, wie ich und die Nieselregen im Sommer verteufeln (auch im Winter), trotzdem raten: Hingehen. Die Stadt sieht aus wie aus dem Katalog.

Und mein Herz schlägt hier ganz klar für den Stadtteil Nørrebro – das fing an mit dem Buchen der AirBnB-Wohnung. Ein Traum von einer Wohnung, gelegen an der wunderhübschen Stefansgade, die bereits beim Ankommen so viel Lust auf die Stadt macht: Sympathische Menschen, im schlichten Stil gekleidet, Kinder auf Fahrrädern, gepflasterte Straßen, tolle Boutiquen und noch schönere Cafés, ein kleiner Wohnwagen, der zu einer Bar umfunktioniert wurde (privat).

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Meine Gastgeber ließen mir neben einer Flasche Rotwein (vielleicht kannten wir uns aus einem früheren Leben?) so viele Tipps in und um die Stefansgade da, dass ich vor allem kulinarisch viel in dem Stadtteil unterwegs war und sehr genossen habe, vorab nichts online zu recherchieren, sondern mich auf die Tipps der Locals zu verlassen. Das ist ein kleines Geschenk und alleine dafür ist AirBnB eine wichtige Anlaufstelle für Reisende geworden, die nicht unbedingt abseits der ausgetretenen Pfade wandeln möchten, aber sich doch gerne mal verlaufen. Und auch das kann man in der Stadt wunderbar, denn sie ist so überschaubar, dass man sowieso immer zurückfindet und wenn nicht, stolpert man in die schönsten Restaurants, Shops, Bars und Cafés. Es folgt – ein Mini-Guide zum Glücklichsein:

Frühstücken:

Møller: Unaufdringlich durchgestyltes Café, viele Einheimische. Lecker: Das frische Brot mit scharfer Avocado, Bio-Ei auf einem Strohbettchen, guter Kaffee.

Wulff & Konstali (Lergravsvej 57): Ein Geheimtipp, der mir vorab empfohlen wurde. Nicht in Nørrebro und nicht zu verwechseln mit der zweiten Filiale, die eher eine Bäckerei ist. Mit Blick in die riesige offene Küche läuft bereits beim Ankreuzen der einzelnen Gerichte das Wasser im Mund zusammen. Das Essen kommt in kleinen Schälchen, super lecker waren vor allem die Waffeln!

Shoppen:

Das Areal Straedet bietet all die dänischen Einrichtungs- und Dekoträume, für die ich gekommen bin. Einfach treiben lassen, es warten viele Schätze, die es zu entdecken gibt.
Lieblingstipp zum Stöbern: Die florale Boutique des Gartenkünstlers Tage Andersen. Eine dschungelartige Pflanzenpracht, exotische Vögel in riesigen Metallkäfigen (naja, wer mich kennt, weiß, dass ich mich davon nicht so beeindrucken lasse wie manch andere), ein Innenhof zum Verschnaufen (kleiner Eintritt). Lohnt sich, ein bisschen nicht von dieser Welt.

 

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Christiania, die Freistadt mitten in Kopenhagen ist ein Muss. Fotografiert werden darf nicht, das Foto entstand auf dem Vorplatz, bevor es reingeht. Wer vermummte Hasch-Dealer, Künstler und Vagabunden sehen möchte und an den Verkaufsständen stöbern mag, ist hier richtig.

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Restaurants & Bars:

Am Streetfood-Paradies Papirøen auf Paper Island kommt niemand vorbei – es sei denn, man kommt nach 2018, denn nur noch bis dahin wird es ihn geben. Aber Kopenhagen ist ein Schlemmerparadies, ich bin mir sicher, dass er in einer neuen Form woanders eröffnen wird.
Übrigens: Eine übertolle Markthalle, in der ich das bisher leckerste Risotto meines Lebens gegessen habe, findet ihr hier.

Serenity Cupcakes: Direkt gegenüber von Tage Andersen. Die Inhaberin macht alle Kreationen am Morgen selbst, mittags kommt das Topping drauf, am Nachmittag darf man sie verschlingen. Sehr süß, sehr mädchenhaft, sehr lecker.

Antidote in Nørrebro: Teure Weinbar (Glas rund 20 Euro), die eine tolle Atmosphäre versprüht, hochklassiges Essen serviert und das Ganze musikalisch mit alten Klassikern von Aretha Franklin und anderen musikalischen Größen untermalt.

 

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Und sonst? In die Glyptothek gehen, alleine schon wegen dem Café im schönen Palmengarten, Nyhavn und Christianshavn bestaunen und entlangschlendern, natürlich eine Bootsfahrt machen, Christiania besuchen, sich in der Zisterne gruseln. Noch mehr Lesestoff gibt es hier. Tak, København!

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